Pflegeinterventionen bei Angst, Depression und Misstrauen in der häuslichen Pflege

Pflegekräfte in der häuslichen Pflege, die keine spezielle Ausbildung oder Erfahrung in der psychischen Pflege haben, können die in dieser Übersicht über Pflegeinterventionen für Klienten mit Angst, Depression oder Misstrauen enthaltenen Vorschläge nutzen. Wie bereits erwähnt, ist beim Umgang mit psychosozialen Verhaltensweisen der Kern der pflegerischen Interventionen der Aufbau der Pflege-Klienten-Beziehung. Die Mittel, die zur Anbahnung dieser Beziehung verwendet werden, und die Interventionen, die für die laufende Pflege eingesetzt werden, variieren je nach dem vorliegenden Verhalten. Vertrauen ist jedoch das primäre Ziel, und dieses Vertrauen entsteht oft nur mit Geduld und Beharrlichkeit. Vor allen Interventionen sind das aktive Zuhören und die Präsenz, das “Bei-sich-sein” des Klienten, am wichtigsten. Da die mit Angst, Depression und Misstrauen verbundenen Emotionen ähnliche oder starke Emotionen bei anderen hervorrufen, muss die Pflegekraft ständig ihre eigenen Gefühle und Reaktionen auf den Klienten überprüfen. Sich der Wirkung solcher Emotionen auf sich selbst bewusst zu sein, kann der Pflegekraft helfen, sich der Wirkung auf die Familie, die mit dem Klienten zu tun hat, bewusst zu werden. Wenn Familienmitglieder Pfleger sind oder in das tägliche Leben des Klienten eingebunden sind, können sie von unterstützenden Interventionen profitieren, die ihnen helfen, ihre Gefühle ebenfalls zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Die häusliche Pflegekraft kann ein hohes Maß an professioneller Pflege bieten, indem sie diese psychosozialen Dynamiken der Klienten und ihrer Familien beurteilt und in sie eingreift.

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