Reflexbogen

Reflexbogen, neurologischer und sensorischer Mechanismus, der einen Reflex, eine unmittelbare Reaktion auf einen bestimmten Reiz, steuert. Die primären Komponenten des Reflexbogens sind die sensorischen Neuronen (oder Rezeptoren), die eine Stimulation erhalten und sich wiederum mit anderen Nervenzellen verbinden, die Muskelzellen (oder Effektoren) aktivieren, die die Reflexhandlung ausführen.

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Bei der Untersuchung jeder Reflexbewegung muss man nach dem sensorischen Input suchen – also nach der Art und Weise, wie Botschaften in sensorischen Nerven zu Entladungen führen…

Die einfachste Anordnung eines Reflexbogens besteht aus dem Rezeptor, einem Interneuron (oder Justierer) und einem Effektor; zusammen bilden diese Einheiten eine Funktionsgruppe. Sinneszellen leiten den Input vom Rezeptor (afferente Impulse) zu einem zentralen Interneuron, das den Kontakt zu einem Motoneuron herstellt. Das motorische Neuron leitet efferente Impulse an den Effektor weiter, der die Reaktion erzeugt. An diesem Reflexbogen sind drei Typen von Neuronen beteiligt, aber auch ein Zwei-Neuronen-Bogen, bei dem der Rezeptor direkt mit dem Motoneuron in Kontakt tritt, kommt vor. Bei einem Zwei-Neuronen-Bogen sind einfache Reflexe prompt, kurzlebig und automatisch und betreffen nur einen Teil des Körpers. Beispiele für einfache Reflexe sind die Kontraktion eines Muskels als Reaktion auf eine Dehnung, das Blinzeln des Auges bei Berührung der Hornhaut und der Speichelfluss beim Anblick von Nahrung. Reflexe dieser Art sind normalerweise an der Aufrechterhaltung der Homöostase beteiligt.

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