Sorgen ist eine Verschwendung Ihrer Intelligenz

ein in einem Eiswürfel eingefrorenes Herz Von Homaira Kabir

Emotionen sind Botschaften aus unserem Inneren – kleine Informationsbündel, die uns erlauben, uns in der Welt um uns herum zurechtzufinden. Schmerzhafte Emotionen sagen uns, was wir vermeiden und wann wir uns wehren sollten. Freudige Emotionen tun das Gegenteil; sie öffnen uns und lassen uns die Einheit mit anderen und dem Leben suchen.

Im Leben erleben wir natürlich beide Arten von emotionalen Zuständen. Aber einige von uns erleben vielleicht mehr Negatives, entweder weil das Leben uns einfach mehr Schmerz zufügt oder weil wir genetisch so verdrahtet sind, dass wir mehr Leid erfahren als andere Menschen.

Wenn schmerzhafte Emotionen ein ständiger Teil des Lebens sind, greifen viele von uns darauf zurück, sie zu betäuben, um das tägliche Geschäft des Lebens zu überleben. Obwohl wir uns kurzfristig geschützt fühlen mögen, schneidet uns diese Strategie von allem ab, was das Leben lebenswert macht, wie Freude, Kreativität und Verbundenheit. Wenn das Leben sinnentleert und zur bloßen Existenz wird, missachten wir den Segen des Lebens.

Hier sind drei Anzeichen dafür, dass Sie Ihre Emotionen betäuben und was Sie dagegen tun können.

Anzeichen Nr. 1: Sie erleben weniger Freude

Emotionen zu betäuben ist keine selektive Praxis – wenn Sie negative Emotionen betäuben, fühlen Sie auch generell weniger, weil die Bahnen in Ihrem Gehirn, die Ihnen helfen zu fühlen, schwächer werden. Wie Brené Brown in The Gifts of Imperfection sagt: “… wenn wir die schmerzhaften Emotionen betäuben, betäuben wir auch die positiven Emotionen.”

Wenn Sie mehr positive Emotionen, mehr Freude, mehr Einfühlungsvermögen, mehr Dankbarkeit oder Zufriedenheit erleben möchten, müssen Sie die Bahnen, die verloren gegangen sind, wieder aufbauen oder solche schaffen, die sich nie entwickelt haben. Das Auskosten hilft Ihnen dabei; zum Beispiel, wenn Sie bei einem positiven Moment in Ihrem Tag sitzen und die Emotion bewusst in Ihrem Körper spüren. Das Beschreiben dieser Momente (anstatt sie zu analysieren oder wiederzugeben) ist ebenfalls sehr hilfreich, weil es Verbindungen zwischen den logischen und emotionalen Teilen Ihres Gehirns herstellt. Denken Sie nicht so sehr an das, was Sie getan haben, sondern daran, wie Sie sich dabei gefühlt haben.

Zeichen Nr. 2: Sie sind süchtig nach dem Tun

Menschen, denen es unangenehm ist, mit ihren Emotionen zu sein, werden süchtig nach dem Tun, dem Abhaken von Listen, dem Planen des nächsten Ereignisses, dem Perfektionieren einer Aufgabe, die bereits erledigt ist. Als Coach für das Wohlbefinden von Frauen habe ich mit Klienten gearbeitet, die sich selbst in den Burnout treiben, weil die Küche perfekt sein muss, bevor sie ins Bett gehen, oder weil jede Kleinigkeit oder Aufgabe erledigt sein muss, bevor sie die Arbeit verlassen. Das schadet nicht nur ihrer Gesundheit und verursacht unnötige Ängste, sondern untergräbt auch ihre Beziehungen, weil sie nie voll und ganz für andere da sind. Wenn Sie das sind, lernen Sie, mit sich selbst zu sein. Planen Sie “Me-Time”-Termine ein, an denen Sie sich einfach zurücklehnen und über Ihren Tag nachdenken – was Sie gefühlt haben, welche Fortschritte Sie gemacht haben, welche Beziehungen Sie belebt haben. Sie können diese Momente angenehm gestalten, indem Sie zusätzlich eine Tasse Tee aufbrühen, Ihre Lieblingskerze anzünden oder leise Musik einschalten. Denn je besser Sie sich selbst kennenlernen – was Ihnen Freude, Stolz oder Zuversicht bringt – desto mehr können Sie diese positiven Gefühle im Laufe des Tages gezielt erleben.

Zeichen Nr. 3: Sie verlieren sich in Kleinigkeiten

Viele von uns unterdrücken ihre Emotionen, entweder weil wir befürchten, dass wir sonst völlig über Bord gehen, oder weil wir süchtig nach Anerkennung sind und nicht damit umgehen können, was andere von uns denken könnten, wenn wir uns äußern würden. Aber hier ist die Sache: Unterdrückte Emotionen sind wie Federn. Je mehr wir sie herunterdrücken, desto stärker prallen sie zurück, sobald wir auch nur ein wenig loslassen, was paradoxerweise unseren Glauben bestätigt, dass unsere Emotionen außer Kontrolle sind. Wenn Sie das nachvollziehen können, beginnen Sie die Arbeit des Ausgleichs, indem Sie sich wieder mit Ihren Werten verbinden. Was sind die Dinge, die Ihnen wichtig sind und für die Sie bereit sind, sich einzusetzen? Ist es Selbstrespekt? Ist es Zeit für die Familie? Ist es eine Sache, für die Sie sich stark fühlen? Ist es Ihr berufliches oder kreatives Streben? Und dann üben Sie, wie Sie Ihre Bedürfnisse auf eine Art und Weise ausdrücken, die geerdet und vernünftig ist. Wenn Sie Ihre Emotionen lange Zeit unterdrückt haben, sollten Sie vielleicht damit beginnen, kleinere Bedürfnisse zu identifizieren, damit Sie sich nicht in eine Situation begeben, die Sie überfordert.

Wir leben in einer Welt, in der das Betäuben schnell zu einer Lebensweise wird. Wir betäuben alles, was uns Unbehagen bereitet – wir haben Betäubungsmittel für körperliche Schmerzen, Ablenkungen für emotionales Leid und die falschen Versprechungen des Wohlfühlkonsums. Wir glauben, dass diese Verbände den Schmerz heilen werden, der ein inhärenter Teil des Menschseins ist. Stattdessen machen sie uns einfach nur empfindlicher für unseren Schmerz.

Der einzige Weg, wie wir wirklich heilen können, ist, wieder zu lernen zu fühlen. Denn wenn wir das tun, verbinden wir uns nicht nur wieder mit uns selbst, sondern auch mit unserer Verantwortung für die Welt, in der wir leben.

Homaira schreibt, coacht und lehrt über Selbstvertrauen und das Leben. Ihr kurzes Selbstvertrauens-Quiz basiert auf ihrer wissenschaftlichen Forschung und hilft Ihnen herauszufinden, ob Ihr Selbstvertrauen brüchig oder authentisch ist.

Sie mögen vielleicht auch:

  • Die Macht der Emotionen

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.